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Warum es sich nicht lohnt, nach einer Bahn zu rennen

14 Jun

Wer kennt das nicht? Der Wecker klingelt, man ignoriert ihn, wacht eine halbe Stunde später auf und ist schockiert, wie spät es schon ist. Hektisch werden Sachen gepackt, die Zahnbürste fliegt einmal durch den Mund und los geht’s.
Und wie oft man es sich auch vornimmt: Man rennt immer nach einer Bahn oder einem Bus.


Diese und ähnliche Situationen passieren tagtäglich. Wie oft gehen wir zur Bahn und sehen wie Menschen an uns vorbei sausen, um noch den Zug zu erwischen. Und wie oft sitzen wir in Berlin in einer Bahn, hören wie das Abfahrtssignal ertönt und kurz darauf jemand zwischen den sich automatisch schließenden Türen zerquetscht wird.

Wir haben alles schon gesehen: Runterfallende Handys gehen kaputt, Hemden bleiben irgendwo hängen und werden zerfetzt, jemand fällt hin und tut sich möderisch weh, man verliert einen Schuh am Steig und sitzt in der losfahrenden Bahn.

Und ganz ehrlich: Muss das sein?


Natürlich nicht! Wir haben ein eigenes Experiment gemacht: “Die entspannte Woche”. Und nun das UNGLAUBLICHE Ergebnis: Wir waren NIE zu spät.

Aber dahinter steckt keine Magie und positive Effekte gab es auch noch zu vermerken:
- eine gute Planung hilft
- in der Ruhe liegt die Kraft
- mit einem zügigen Schritt schafft man die Bahn häufig auch noch und in allen anderen Fällen hätte man sie auch mit Rennen nicht bekommen
- die nächste Bahn kommt bestimmt
- innere Entspannung hilft deutlich die anderen kleinen Ärgernisse auszuhalten (Anrempeln, Auf-den-Fuß-Getrete, eklige Dinge in Ecken)
- natürlich verringert man nebenbei auch Kreislauf- oder Herzschwierigkeiten
- und nun der Clou: Man kommt immer an!!

Unser Fazit also für euch: Nach einer Bahn rennen lohnt sich nicht!

Neulich in der U-Bahn…

12 Mai

Wo kann man Berlin mehr erleben, besser kennenlernen als in der U-Bahn. Doch was sich kürzlich ereignete, war doch schockierend und neu.

Neulich saßen wir so in der U-Bahn. Es war die U2, die sich vor allem durch seine kulturell reichen und interessanten Fahrgäste auszeichnet.

Heute war sie eher leer. Doch dann stieg eine Gruppe ein. Es schien sich um mehrere befreundete Familien zu handeln. Mehrere Kinder und Erwachsene ganz unterschiedlichen Typs. Sie sprachen und unterhielten sich angeregt. Eines der Kinder, ein kleiner Junge, hatte eifrig ein inzwischen flüssiges Cola-Wassereis am Wickel und aß es mit allem, was er so zur Verfügung hatte. Sprich er nutzte nicht nur Munde, sondern auch das ganze Gesicht und seine Hände.

Nachdem er fertig war (und Gott weiß, was er eigentlich mit der Verpackung gemacht hatte), setzte er sich hin. Danach nahm er seine beiden Cola-Wassereis-Hände und beschmierte eine Festhaltestange von oben bis unten mit viel Eifer. Naja, außer natürlich die Stellen, die er nicht erreichen konnte.

Als das erledigt war, holte er zum Meisterschlag aus. Während die mitreisenden Erwachsenen inklusive seinem Vater in ihre Gespräche vertieft waren und ihm keinerlei Beachtung schenkten, leckte er die soeben eingeschmierte Stange mit viel Sorgfalt ab. Auch dass wir ihn beobachteten, schien ihn in seiner Arbeit nicht zu beeindrucken.

Aber sein Auftrag schien nicht beendet. Denn danach versuchte er, die Stange mit seinen Händen wieder trocken und sauber zu wischen (so schien es).

Kurz darauf verlies die Gruppe wieder die Bahn. Nach diesem Erlebnis möchten wir uns gar nicht ausmalen, was noch so in der U-Bahn vor sich geht…Wir jedenfalls haben uns zu Hause als erstes die Hände gewaschen.

Vielleicht könnte man es aber auch so sehen: Was uns nicht umbringt, macht uns stärker!