Tag Archives: Paris

Klischees, Klischees…

30 Jan

Eines zunächst vorweg: Unsere Beobachtungen und Aussagen haben nicht den Anspruch, repräsentativ oder allgemein gültig zu sein.

Aber um was geht es eigentlich? Nach insgesamt je 3 Jahren Paris und Berlin ist es an der Zeit, ein paar Klischees zu prüfen. Hier unsere Erkenntnisse.

Die Deutschen…

  • Leben, um zu arbeiten: Keine Ahnung wie die anderen Nationen darauf kommen. Uns jedenfalls macht unsere Arbeit Spaß…na und?
  • Sind pünktlich und fleißig: Wir können da nur eins drauf sagen: Die Deutsche Bahn! (Vielleicht entsteht der Eindruck auch nur bei Franzosen, die ja immer streiken…)
  • Sind aufgabenorientiert (was nur ein Euphemismus ist für langweilige Spaßbremsen): Nochmal: Die Arbeit macht eben Spaß! Und die richtigen Worte lauten: Zielstrebig und konsequent.
  • Essen nur Würste, Klöße und trinken Bier: Definitiv: NEIN! Nach eingehenden Studien haben wir festgestellt: Die Deutschen essen auch Schnitzel und trinken Radler!
  • Tragen alle Knickerbocker: Wer ist eigentlich dieser „Knickerbocker“?
  • Sind sehr pflichtbewusst: An einer roten Ampel zu warten bis man schwarz wird, obwohl weit und breit kein anderes Lebewesen zu sehen ist, nennt man nicht pflichtbewusst, sondern vorsichtig.
  • Sind verklemmt und humorlos: Da haben wohl unsere internationalen Freunde noch nie etwas von FKK gehört, oder?
  • Fahren nur VW und lieben ihre Autos: VW steht für VolksWagen und wir SIND das Volk. Naja und das mit der Liebe…wir haben eben ein großes Herz :)

Die Franzosen…

  • Arbeiten, um zu leben: Was denn? Franzosen arbeiten auch mal zwischen Mittagspause, Kaffeepause und Streik?
  • Kommen immer zu spät: Das ist ganz klar Ansichtssache. Und außerdem: Besser spät als nie!
  • Genießen das Leben (was nur ein Euphemismus ist für faul): „Leben wie ein Gott in Frankreich“ – und sind wir mal ehrlich: wer würde nicht gerne einmal Gott spielen?
  • Essen nur Käse, Froschschenkel und trinken Wein: Eindeutig nicht wahr! Morgens gibt es Käse und Baguette, mittags gibt es Froschschenkel und Baguette und abends gibt es ein Gläschen Wein zum Baguette. Die Speisekarte ist also deutlich anspruchsvoller.
  • Sind sehr sinnlich und das Sexualleben steht im Mittelpunkt: Der Mensch hat nun einmal fünf Sinne. Da kann man ja gar nicht umhin, sinnlich zu sein, oder? Und Sex…warum spricht man da eigentlich nur von Franzosen?
  • Fahren nur Renault oder Peugeot und missbrauchen ihre Autos: Warum nicht den lokalen Markt stärken? Mit immer wieder neuen Produkten aus der Region, weil man sein eigenes Auto zu Schrott gefahren hat, kann man doch der Wirtschaft nur Gutes tun!
  • Können kein Englisch: Die Franzosen können Französisch und das ist nunmal einfach die schönste Sprache der Welt! Wozu braucht man denn dann bitte noch Englisch?
  • Streiken nur: Nein, nein. Ganz falsch. Franzosen streiken nur montags von 11h-16h, dienstags von 8h30-16h30h, mittwochs von 8h-14h, donnerstags von 11h-17h und freitags von 10h30-18h30.

Wie ihr seht: Klischees bleiben immer Klischees. Letztendlich muss man sich immer sein eigenes Bild machen!

Paris se met à la danse de noël

4 Dez

Le premier avent a eu lieu ce samedi dernier, le 27 novembre. Ce jour donne début à la période de noël et une centaine des marchés ouvrent ses portes afin de donner un peu de chaleur humain dans cette saison de froid.
Néanmoins, milles de gens à Paris sont toujours obligés d´aller au travail et courent chaque matin par les stations de métro et de RER en gardant les mines aussi froids que le temps dehors.
C´est pourquoi ORANGE se dit qu´il faut changer l´habitude afin de créer un peu de plaisir et un sourire sur les lèvres de tous ces grinchs. Dans ce but, ORANGE a installé cette semaine deux points de danse sur Paris. Depuis Lundi, chacun qui le souhaite et qui a le courage peut choisir un petit nains, un ange ou bien une autre petite figure qui l´accompagne pour danser une petite chorégraphie en plein milieu de la station AUBER ou GARE DU NORD.

Ce petit jeu est gratuit et fait bien rigoler non seulement le danseur mais aussi tous les passants. Car le petit spectacle est projeté sur un grand écran. Ensuite, après une minute de danse le participant peut signer un papier et puis ORANGE se permet de mettre la vidéo sur sa chaîne Youtube. En se rendant sur internet, chacun peut ensuite revivre son petit moment en scène et le montre à sa famille et ses proches pour rigoler ensemble.
Nous de bloggisten.de trouvons qu´ORANGE a eu une idée sympa et drôle. C´est bien évidemment une forme très originale de faire la pub 

Paris lädt zum weihnachtlichen Tanz

Letzten Sonntag war es endlich soweit: Der erste Advent. Ein Tag, der jedes Jahr die vorweihnachtliche Zeit einläutet und an dem hunderte Weihnachtsmärkte ihre Pforten öffnen, um ein bisschen Wärme in diese kalte Jahreszeit zu bringen.
Nichtsdestotrotz müssen noch immer tausende Menschen zur Arbeit gehen und hetzen jeden Morgen durch die Stationen der Pariser U-Bahn. Dabei setzen sie eine ebenso kalte Miene auf, wie der Wind uns draußen um die Nase bläst.
Doch dieses Jahr hat sich ORANGE France gesagt: Schluss mit der schlechten Laune. Es ist Zeit, ein bisschen Freude unter die Leute zu bringen und vielleicht sogar ein Lächeln auf die Gesichter der Miesepeter zu zaubern. Um das zu erreichen, hat ORANGE seit Anfang dieser Woche zwei Punkte zum Tanzen in Paris eingerichtet. Seit Montag kann jeder, der möchte und der den Mut dazu besitzt, einen kleinen Zwerg, einen Engel oder eine andere Figur wählen, um mit ihr eine kleine Choreographie zu tanzen. Und das mitten in der U-Bahn-Station Auber oder Gare du nord!
Dieses kleine Spiel ist vollkommen kostenlos und trägt nicht nur zur eigenen Erheiterung bei, sondern zu der aller Passanten. Denn das ganze Schauspiel wird auf einen großen Bildschirm übertragen. Nach einer Minute Tanz kann man dann einen Zettel unterschreiben und das Video wird auf dem Youtube-Kanal von ORANGE online gestellt. So kann man sich den Spaß nochmal anschauen und der Familie und Freunden zeigen.
Wir von Bloggisten.de finden jedenfalls, dass ORANGE eine durchaus sympathische und lustige Idee hatte. Eine wirklich originelle Idee Werbung zu machen.

Die Nacht der Untoten oder auch „Halloween“

31 Okt

Das Datum der Daten, die Nacht der Nächte ist endlich wieder da: Halloween. Jedes Jahr zum 31. Oktober verkleiden sich tausende Menschen, Kinder gehen um die Häuser und fragen nach „Süßes, sonst gibt’s Saures“ und Jugendliche nutzen wieder einmal die Gelegenheit so richtig die Sau raus zu lassen in der Nacht der Untoten.

Habt ihr euch eigentlich schon mal über den Begriff „Untoter“ gewundert? Im Prinzip ist das doch jeder von uns. Im Allgemeinen versteht man darunter eher Vampire, Geister und Zombies. Aber „untot“ bedeutet eigentlich ja nur „nicht tot“. Also ist diese Nacht auch ganz eindeutig für jeden von uns gemacht. Während die einen denken, dass in dieser Nacht alle „Wesen“ die Grenze zwischen Leben und Tod überschreiten können, denken wir von den Bloggisten, dass jeder Spaß haben sollte und nicht nur die „Untoten“.

Also haben wir uns mal ein bisschen nachgedacht und sogar recherchiert! Hier unsere Vorschläge für euch:

  1. Bis hier hin habt ihr schon mal alles richtig gemacht. Ihr seid auf Bloggisten.de gegangen und lest fleißig. Sehr gute Beschäftigung auch für andere Tage, aber an Halloween lässt sich auch durchaus noch anderweitig die Zeit vertreiben.
  2. Ganz klassisch könntet ihr Kürbisse schnitzen, Totenkopfgirlanden und Fledermäuse aufhängen und einen blutigen Hexendrunk brauen. Ihr ladet einfach ein paar Leute zu euch ein, sorgt vielleicht noch für einen Stromausfall und schaut euch bei Kerzenschimmer einen Klassiker wie „Die Vögel“ von Hitchcock, „The Fog“ oder „Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast“ an.
  3. Eine erweiterte Halloweenfeier könnt ihr im Garten eines Freundes oder einer Freundin veranstalten. Dort trefft ihr euch wie gehabt und macht eine „Gruselschnitzeljagd“. Das funktioniert im Prinzip wie eine richtige Schnitzeljagd, nur dass es im Dunkel stattfindet und man einige Extras einbauen kann: Man muss aus dem Dickicht mit den vielen Spinnen einen Gegenstand herausfischen, muss sich durch eine eklige Pampe mit dem Mund wühlen, um einen kleinen Schatz zu holen und einige können sich hinter den Ecken verstecken und als Geist fungieren
  4. Eine weitere klassische Möglichkeit stellt natürlich das „Süßes-sonst-gibt’s-Saures-Spiel“ dar. Verkleidet euch, klingelt an Haustüren und nehmt Tüten mit. Vor allem aber: Überlegt euch vorher ein paar Streiche, die ärgerlich für die Spießer in der Nachbarschaft sind, aber bei denen natürlich niemand zu Schaden kommt!
  5. Aber natürlich ist auch jede Menge los in den Clubs, Bars und anderen Veranstaltungsorten:
  • Alle unsere internationalen Leser können ja mal auf Soonnight schauen. Dort findet ihr vor allem für Paris viele Vorschläge und Angebote, aber auch für andere Städte.
  • Für alle unsere Berliner schaut doch einfach mal auf

Meinestadt.de

Berlin.de

  • An alle anderen: An Halloween wird es eigentlich nie langweilig. Schaut euch einfach mal im Internet um.

Und wenn ihr jetzt immer noch keine Idee habt oder ihr keine Lust habt im Internet zu schauen, dann ruft doch einfach mal einen Kumpel oder eine Freundin an. Vielleicht fällt dem oder der ja was ein. Wir wünschen euch jedenfalls viel Spaß und schaurig schönes Gruseln

Der kleine Prinz – Große Live-Show in Paris La Défense

27 Sep

Am Samstag, den 24. September war es soweit: Nach langer Werbung auf Plakaten und in Zeitungen, fand endlich das große Spektakel am Grande Arche de la Défense in Paris statt.

Das Buch von Antoine de Saint-Exupéry „Der kleine Prinz“ wurde im Rahmen einer großen Live-Show gratis auf dem Vorplatz vom Grande Arche in La Défense neu interpretiert.

Dabei wurden Auszüge aus dem Buch vorgelesen und mit riesigen Videoprojektionen untermauert. Zwischen den einzelnen Textstellen begeisterten die Veranstalter die Zuschauer mit tollen Feuerwerken, Lasershows und bunten Flammenspielen. Untermalt wurden diese Unterbrechungen von klassischer Musik, die stets passend zu der jeweiligen Textstelle ausgewählt war.

Alles in allem eine sehr eigenwillige Interpretation, die aber Klein und Groß eine ganze Stunde lang begeisterte und faszinierte.

 

 

 

 

 

Le Petit Prince – Grand spectacle à la Défense

Samedi, le 24 septembre, le grand spectacle dont on a vu passé les grands affiches dans la métro et les annonces dans les journaux a enfin eu lieu devant la Grande Arche de la Défense à Paris.

Dans le cadre d’un grand show, le livre d’Antoine de Saint-Exupéry à été gratuitement présenté d’une toute nouvelle manière au Parvis de la Défense.

 

Lors de ce spectacle, des extraits ont été récités et étayés avec des vidéoprojections immenses. Entre les extraits, les organisateurs ont passionné le public avec des feux artificiels, des animations de laser et des jeux des flammes colorées. Ces présentations étaient musicalement accompagnés des œuvres classiques toujours appropriées à la situation précédente.

 

Dans l’ensemble, il s’agissait d’une interprétation originelle, mais qui a passionné et fasciné autant les petits que les grands spectateurs.

Post-it-Wahn in Paris

25 Aug

  1. Der Sommer dieses Jahr lässt ziemlich zu wünschen übrigen und braucht ein bisschen Farbe.
  2. Jeden Sommer macht ganz Paris Urlaub. Die Auftragslage ist dünn und die Büros sind geradezu leergefegt. Ergo: Der klägliche Rest der arbeitenden Bevölkerung langweilt sich ungemein und versucht sich die Zeit bestmöglich zu vertreiben.
  3. Die großen Glasfassaden in den Geschäftsvierteln haben eine doch eher bedrohliche und kalte Wirkung auf Passanten. Warum das alles nicht ein bisschen beleben?
  4. Wenn man den ganzen Tag im Büro sitzt, nur Emails schreibt, Tabellen ausfüllt und Telefonate führt, kommt die Kreativität häufig zu kurz. Die Herausforderung der Phantasie ist dabei eine willkommene Abwechslung.
  5. Die ganzen Anzüge, Krawatten und diese arrogante Ernsthaftigkeit der großen Leute kann einem mit der Zeit schon auf den Wecker gehe. Das Kind in uns will auch von Zeit zu Zeit herauskommen und spielen.

Das sind 5 gute Gründe, die den derzeitigen Post-It-Wahn in Paris erklären könnten.

Alles fing an mit ein paar harmlosen, kleinen Post-Its. Diese kleinen, bunten Klebezettel haben mit der Zeit quasi jedes Büro der Welt erobert. Diese hilfreichen Erinnerungsstützen lassen sich auf vielerlei Oberflächen anbringen. Warum dann nicht auch mal an Fensterscheiben, dachten sich da die Pariser Büroleute und klebten die Notizzettel an ihre Glasscheiben. Irgendjemand stellte dann eines Tages fest, dass man daraus lustige Figuren machen kann und so war die Post-It-Figuren-Bewegung geboren.

Am Anfang gestaltete sich diese noch recht zögerlich. Nur durch genaues Hinsehen und Suchen konnte man kleine Gestalten an den Fenstern entdecken.

Doch die Idee gefiel. Und so schlossen sich mehr und mehr Pariser der Bewegung an.

Dabei reicht die Palette von Hello Kitty

bis zu Star Wars,

von Totenköpfen

bis hin zu kleinen Krebsen.

Und der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

So verfügen einige Häuser nur über ein paar kreative Büros.

Andere wiederum scheinen sich komplett in der Post-It-Gestaltung zu entfalten und pflastern ihre ganze Fassade mit den verschiedensten Motiven zu.

Aus der anfänglichen Schnapsidee ist inzwischen eine neue Kunstrichtung entstanden, die sich sogar als regelrechter Wahn entpuppen könnte. Denn obwohl diese Spielerei schon ein paar Wochen anhält, ist noch immer kein Ende in Sicht. Jeden Tag kommen neue Bilder hinzu und es gibt immer wieder etwas Neues zu entdecken.

Wir von den Bloggisten jedenfalls finden die Idee großartige und freuen uns auf unseren nächsten Spaziergang durch die neuen, bunten Bürofassaden.

 

Paris, deine Wege sind unergründlich

2 Aug

Als Europäische Metropole und Hauptstadt Frankreichs versteht es sich fast von selbst, dass Paris eine äußerst ausgeklügelte Infrastruktur besitzt. Und da nun die Zeit der Urlaubsreisen und der Ausflüge in neue Kulturen und schöne Städte und natürlich vor allem der Semesterferien wieder begonnen hat, sehen wir uns in der Pflicht, euch ein paar Tipps zum Verkehr in der Stadt der Mode, der Lichter und der Liebe zu geben.

Um das Verkehrsnetz in Paris verstehen zu wollen, muss man sich zunächst über den prinzipiellen Aufbau der Stadt im Klaren werden. Paris an sich ist nicht wirklich groß, befindet sich allerdings auf der sogenannten „Île de France“ (übersetzt mit Insel Frankreichs, Kleinfrankreich, Frankreichinsel). Dieses Gebiet umfasst ungefähr 12.000 km², ca. 11 Mio. Einwohner und schließt bekannte Orte wie Versailles oder Saint-Denis mit ein.

Nachdem wir also die Dimensionen begriffen haben, heißt es nun Schritt für Schritt sich den einzelnen Transportmöglichkeiten zu nähern.

Die S-Bahn

Zuerst einmal zu den größten Linien: Dem RER (Réseau Express Régional). Vergleichbar sind diese Linien mit deutschen S-Bahnen und verbinden vor allem die Vororte in Paris. Die wichtigsten repräsentieren hierbei der RER A (die Ost-West-Verbindung) und der RER B (die Nord-Süd-Verbindung). Außerdem gibt es aber noch den RER C (Verbindung zum Schloss von Versailles), D und E. Kennzeichnend für all diese Linien sind wie bei der S-Bahn die schnelle Verbindung, die Länge der Strecke und der große Abstand zwischen den einzelnen Haltestellen.

Schienen in Paris
Schienen in Paris

 

Die U-Bahn

Für Touristen interessanter und mit Abstand das wichtigste Transportmittel ist allerdings die Metro (U-Bahn). Mit mehr Stationen, größerer Nähe zu Sehenswürdigkeiten und höhere Anzahl der Linien bilden sie ein durchaus gut durchdachtes Verkehrsnetz. Dabei gibt es 14 Linien, die euch zu allen wichtigen Monumenten Paris’ bringen. Beachtlich ist dabei auch, dass das gesamte Verkehrsnetz zur Zeit einer Modernisierung unterzogen wird, so dass es Besuchern in Zukunft leichter fallen soll, sich zu Recht zu finden. Denn obwohl die einzelnen Linien bereits recht gut durch verschiedene Farben identifizierbar sind, kann man sich recht leicht in den unterirdischen Tunneln verlaufen.

Busse, Tram und Co.

Neben den bekannten S-Bahn-Strecken und der U-Bahn, stellt Paris außerdem noch ein gut entwickeltes Bussystem, sowie einige Trams zu Verfügung. Diese beiden Transportmittel befinden sich ausschließlich oberirdisch. Sie stellen eine Art zusätzliche Verbindung zwischen den Sehenswürdigkeiten und anderen Standorten dar und sind vor allem für ältere Menschen, die nicht mehr so geübt sind in längeren Fußmärschen, geeignet. Der deutliche Nachteil an diesen Transportmitteln ist allerdings die Fahrtzeit, die deutlicher länger ist als bei RER und Metro.

Und wer sich ganz fit fühlt, keine Lust auf stickige U-Bahn-Schächte und lange Warteschlangen an den Ticketautomaten hat, für den gibt es das „Vélib“ (Vélo en libre service à Paris = freizugänglicher Fahrradservice). Dabei handelt es sich um mehrere Fahrradstationen, die an Schlüsselpunkten in Paris installiert wurden. Für diese Stationen kann man sich eine Karte besorgen (Woche, Monat, Jahr) und dann an den jeweiligen Standorten ein Fahrrad nehmen und damit durch Paris radeln. Wenn man es nicht mehr benötigt, kann man dann das Fahrrad an jeder Vélib-Station wieder anschließen und zu Fuß weiterlaufen.

Mehr Infos – Achtung Falle!

Wer nun über die einzelnen Tarife, das Verkehrsnetz, Abfahrtszeiten oder spezielle Angebote mehr wissen möchte, kann sich auf der Seite ww.ratp.fr noch umschauen. Diese Internetseite ist auch auf Deutsch, Englisch und Spanisch zugänglich.

Aber Achtung! Gut über die Angebote nachdenken und selber nachdenken. Häufig versuchen die Verkehrsbetriebe die Touristen übers Ohr zu hauen mit scheinbaren Sonderangeboten vor allem in Verbindung mit Museumsbesuchen. Zudem ist Paris in mehrere Zonen eingeteilt. Bevor ihr also eine Karte von Zone 1 bis 6 euch kauft, überlegt, ob ihr die wirklich braucht. Für Touristen reicht häufig ein Ticket für Zone 1, höchstens Zone 1-3.

Wer außerdem nur eine recht knappe Reisekasse hat und mit dem Flugzeug kommt, sollte genau überlegen, ob er die Pendelbusse nutzt. Diese Direktverbindungen sind zwar sehr praktisch dafür aber umso kostspieliger. Charles-de-Gaulle und Orly verfügen neben diesen auch über gewöhnliche Anschlüsse, die zwar etwas zeitaufwendiger und komplizierter sind, jedoch bis zu 88% günstiger!!!

 

Wem das alles zu viel ist der kann bei dem schönen Wetter hier in Paris, die Stadt natürlich auch zu Fuß erkunden!

Nun wünschen wir euch viel Spaß auf eurer Reise und im Verkehrsdschungel von Paris :)

Sommerschlussverkauf in Paris – Die teuerste Stadt der Welt lädt zur Schnäppchenjagd

25 Jun

Das lange, sehnsüchtige Warten hat ein Ende. Seit letztem Mittwoch ist es wieder soweit: Paris öffnet die Pforten für den Sommerschlussverkauf. Zirka einem Monat lang werden nun wieder die Schnäppchenjäger mit großen 30%, 40% und 50% Schildern zu tausenden in die Läden gelockt. Die Schaufenster Pariser Einkaufsmeilen präsentieren nicht länger die elegante Haute-Couture der Stadt der Mode, sondern werben mit riesigen, bunten Reduktionsbannern.

Klar kennt man Sommerschlussverkauf schon aus Deutschland. Aber was ist denn nun das besondere an diesem?

Der erste klare Unterschied: Ausnahmslos ALLE Geschäfte sind beteiligt. Nicht nur H&M, C&A und Co. rufen zur Shoppingtour, sondern auch Uhren, Schmuck, Manschettenknöpfe, Spielwarn, Brillen und Bücher werden in den kollektiven Preisnachlass eingeschlossen. Frei nach dem Motto „Hier findet jeder was“, scheint auch jeder sofort loszurennen und das passende zu suchen. Denn auch wenn Paris voll von Berufstätigen ist, ist schon am ersten Tag die Hölle los.

Womit wir beim zweiten markanten Unterschied sind: Jeder ist dabei und jeder ist scharf auf ein Schnäppchen. Egal welcher Wochentag, egal welche Uhrzeit: Shopping geht immer. Im Gegensatz zu Deutschland sind hier auch alle Altersgruppen, Geschlechter und Menschentypen vertreten. Da haben wir den älteren Herr, der eine neue Lesebrille benötigt, da ist die Hochschwangere, die an der einen Hand ihren kleinen Sohn hat, auf der Suche nach einem neuen Strampler, da haben wir den pubertierenden Jungen, der gerade ein neues T-Shirt gefunden hat und natürlich die vielen jungen Mädchen, die im Geschäft nebenan kaum noch die Kleiderbügel halten können. Eine aufgeregtes Tummeln überall, wo man hin schaut – ähnlich wie in einem Ameisenhaufen, in den man hinein stochert.

Nun noch zur wichtigsten Besonderheit und zum Grund für all diese Irren: Die Auswahl. Nicht nur, dass alle Geschäfte am Schlussverkauf beteiligt sind, sondern auch die angebotene Ware scheint qualitativ hochwertig zu sein. In Deutschland hat man leider nur zu häufig den Eindruck, dass die Verkäufer und Ladenbesitzer lediglich den Ramsch loswerden wollen, den keiner haben wollte. Hier in Paris ist das anders. Schöne Stoffe, Farben und Schnitte, niedliche bunte Bilder, ansprechende Modelle und auch hier ist wieder für jeden etwas dabei.

Alles in allem kommt der Schnäppchenjäger zu mindestens 100% auf seine Kosten. Aber er sei hiermit ausdrücklich gewarnt: Der Shoppingausflug ist zu dieser Zeit selbst für den geübten Einkäufer kein Zuckerschlecken. Es ist heiß, eng und riecht schnell unangenehm in den Geschäften, außerdem braucht man eine Brise Ellenbogen, ein wenig Durchsetzungskraft, aber vor allen Dingen: Gute Nerven.

Damit wünschen wir allen viel Spaß und gutes Durchhaltevermögen!

Paris – Stadt der Mode, der Liebe…und der teuren Preise

9 Apr

Nachdem wir es schon alle ahnten, ist es nun offiziell: Paris ist die teuerste Stadt der Welt und schafft es sogar noch teurer zu sein als beispielsweise die skandinavischen Hauptstädte oder auch Tokio.

Economist.com

Und da denken die Leute von Ämtern wie Erasmus und Bafäg doch tatsächlich, dass man mit 200 bzw 300 euro auskommt!? Das deckt hier noch nich mal die Miete. Natürlich schaffen es die armen Studenten trotzdem zu feiern und von Zeit zu Zeit shoppen zu gehen. Also es ist nicht unmöglich hier zu überleben! Aber lasst euch eines gesagt sein: Die weltbekannte Stadt der romantischen Träume hat auch ihre Kehrseite und bevor ihr hierher kommt, um zu studieren oder zu leben, überlegt euch gut, ob das auch euer Geldbeutel zulässt.