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Es regnet, wenn es regnen will…

5 Aug

… und wenn’s genug geregnet hat, so hört’s auch wieder auf.“ So zumindest besagt es ein altes, deutsches Kinderlied. Allerdings dürften wir uns diesen Sommer alle einig sein: Es hat definitiv genug geregnet! Trotzdem scheint der eher herbstartige Sommer, in diesem Jahr noch nicht genug zu haben und die Wolken wollen einfach nicht verschwinden.

Damit eure Stimmung aber nicht ganz verregnet und der Sommer nicht völlig „ins Wasser fällt“, haben wir uns mal wieder hingesetzt und überlegt, wie man die Zeit trotzdem spaßig verbringen kann.

Hier also unsere Tipps für die zahlreichen Regentage:

 

1. Klassisch

Wer kennt sie nicht: Die guten alten Brett- und Gemeinschaftsspiele. Mensch-ärgere-Dich-nicht, Monopoly  und Co. lassen uns geradezu nostalgisch werden und bringen Spaß für die ganze Familie. Natürlich kann man sich auch neue Dinge zu den Klassikern einfallen lassen, wie zum Beispiel mit verbundenen Augen spielen oder sich spezielle Strafen für die Verlierer ausdenken. Auch Spiele wie Twister und Activity sorgen immer wieder für gute Laune und gleichzeitig ein bisschen Bewegung in den eigenen 4 Wänden!

 

2. Kulturell

Natürlich kann man sich auch mit seriösen Dingen beschäftigen und gleichzeitig etwas für die intellektuelle Bildung tun. Museen, Theater und Opern bieten ein vielfältiges Angebot für verschiedene Geschmäcker.

Achtung! Häufig gibt es gerade für junge Leute und Studenten spezielle Tarife, die es auch dem kleinen Geldbeutel ermöglichen, sich kulturell zu bilden.

 

3. Künstlerisch

Auch wenn ihr glaubt, dass ihr wohl kaum zum Künstler geboren seid, kann man sich künstlerisch betätigen. Und wir reden hier nicht vom profanen Bildmalen oder einem Malkurs an der Volkshochschule. Wir reden hier von Fingerfarben oder auch Bodypainting. Diese künstlerische Betätigung erfordert viel Fingerspitzengefühl, körperliche Betätigung und natürlich Phantasie. Aber Vorsicht! Genügend Zeitung unterlegen und Teppichboden vermeiden!

 

4. Kreativ

Ihr könnt euch natürlich neben der Kunst auch noch anderweitig kreativ betätigen: Ein Kochkurs zum Beispiel. Oder ihr backt eurer Omi mal einen Kuchen, macht ein hinreißendes Dessert oder verwöhnt eure Mutter einfach mal. In der Welt der Küche ist der Phantasie keine Grenze gesetzt und wenn ihr einfach noch ein paar Freunde dazu holt, dann ist der Aufwand gleich nicht mehr so groß und das Essen danach macht viel mehr Spaß.

Auch basteln oder schreiben kann man bei so schlechtem Wetter. Denkt euch einfach etwas aus und haut vielleicht auch mal einen Nagel in ein Brett. Ganz wie aus der alten Schule könnt ihr ja ein Vogelhäuschen bauen oder euch eigene Mausefallen für den Garten ausdenken ;)

 

5. Musikalisch

Die Musik ist ein weites Feld. Da kann man Instrumente spielen, ein Lied zum Besten geben, tanzen oder sich einfach angucken, wie andere sich vor lauter Menschen zum Idiot machen :D Aber natürlich könntet ihr auch hier wieder, einen Tanzkurs besuchen oder einfach mit euren Freunden in eine Karaokebar gehen. Oder aber ihr macht ein Musikratespiel, bei dem zugehörige Filme oder Serien erkannt werden müssen nach einer Liedinterpretation oder ihr steckt einen Tischtennisball in den Mund und versucht, euren Mitspielern eine Bestmögliche Vorführung zu geben. In der Musik sind den Lachmuskeln und der Geselligkeit keine Grenzen gesetzt!

 

6. Modern

Die moderne Technik und die Medien bieten inzwischen derart viele Freizeitgestaltungsmöglichkeiten, dass man die Brettspiele schon längst auf den Dachboden gestellt hat. Auf Geräten wie einer Playstation, X-Box, Wii oder auf dem iPad werden verschiedene Aktivitäten angeboten: Da geht es vom klassischen Videospiel, über Singwettstreite, Tanzspiele, Bandsimulationen, Fliegenklatschen, Angeln, bis hin zu diversen Quizspielen und sogar Mensch-ärgere-Dich-nicht und Schach in elektronischer Form! Vor allem in Gesellschaft können all diese Angebote sehr lustig werden. Wer nun Angst hat, dass man hier leicht zur „Couchpotato“ mutiert, sei beruhigt. Denn die meisten Anbieter verkaufen auch die verschiedensten Formen von Sportsimulationen und Bewegungsspielen.

 

7. Mach’s dir selbst!

Natürlich steht euch auch nix im Wege, euch selbst etwas ganz Neues auszudenken: Eine Art Schatzsuche im eigenen Haus, ein Putzwettstreit (hat den positiven Nebeneffekt von mehr Sauberkeit) oder ausgefallene Mutproben.

Um für mehr Sommer zu sorgen, könntet ihr auch einfach die Heizung voll aufdrehen, einen großen Sandhügel im Wohnzimmer aufschütten, eine UV-Lampe aufstellen und eine Strandbar aufbauen und euch so den Sommer einfach nach Hause holen.

Lasst eurer Kreativität und Phantasie einfach freien Lauf. Und wenn euch gar nichts einfällt, dann ruft eure Freunde an und schaut, ob die nicht vielleicht eine Idee haben.

Viele Städte verfügen zudem heute über Freizeitangebote, die man im Internet in Ruhe studieren kann und wo sich sicher etwas findet.

 

Und wenn hier nun immer noch nichts Anregendes für euch dabei war, dann setzt euch einfach ins Taxi, fahrt zum Flughafen und fliegt in den Süden, wo die Sonne scheint!

Die verborgenen Talente der modernen Zeit

10 Jul

The Beatles, Led Zeppelin oder Genesis sind Legenden der Musikgeschichte, die noch wirklich wussten, wie man gute Musik macht. Heutzutage verlassen sich die Popstars wie Katy Perry, Britney Spears oder US5 auf die Tonstudios, einen guten Choreographen, Castings und auffällige Bühnenkostüme. Aber ist die gute alte Handwerksmusik tatsächlich der modernen Technik zum Opfer gefallen oder gibt es auch heute noch wahre Talente?

Natürlich muss man zunächst einmal zugeben, dass beispielsweise Castings aus der heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken sind. Verschrien und verpönt bringen diese in den verschiedenen Ländern wie am Fließband angeblich neue Talente hervor, die sich ungefähr einen Monat in den Charts halten können, bevor sie in der Versenkung verschwinden. Allerdings übersieht man andererseits hier oft, dass doch einige gute Sänger und Sängerinnen dabei sein können, die aber durch albernes Hüftkreisen und Songtexte kaum noch als gute Musiker, wie man sie aus den 60ern kennt, durchgehen.

Aber nicht allein die Castingshows können „Schuld“ sein, dass der Eindruck entsteht, dass die einfache Musik verschwindet. Wodurch also wird dieses Phänomen hervorgerufen?
Es ist natürlich richtig, dass sich die technischen Möglichkeiten der Musikbranche deutlich verbessert haben. Dies gibt auch schlechten Sängern damit die Möglichkeit, die kleinen und großen schiefen Töne einfach an den richtigen Platz zu setzen. Zudem muss man heutzutage kein einziges Instrument mehr beherrschen, denn auch das kann das Tonstudio übernehmen. Das ist zum einen sehr viel bequemer und andererseits kostengünstiger.

Die moderne Technik und die Entwicklung der Medien sorgen zudem dafür, dass sich Musik heute extrem schnell verbreitet, aber auch ebenso schnell geklaut wird. Um also Erfolg zu haben, muss man in der Lage sein, die eigene Musik zu schützen und auch viel zu produzieren, damit man viel Geld verdienen kann.
Womit wir auch schon bei der nächsten Hürde der Musikbranche sind. Natürlich wollen Produzenten und Plattenfirmen die Musik verkaufen und damit so viel Profit wie möglich machen. Da reicht es nicht sich hinzustellen und eine schöne Stimme zu haben. Es müssen tolle Fotos gemacht werden, die man an Zeitungen verkaufen kann, dann noch eine Mode- und Parfümlinie herausgegeben und natürlich jede Menge Fanartikel produziert werden. Die Gesellschaft hat es geschafft, dass nicht länger ein guter Text oder ein wirklich großartig gespieltes Instrument im Vordergrund stehen, sondern Idole geschaffen werden, die als „Gesamtkonzept“ vermarktet werden.

Aber was genau bedeutet es, dass „die Gesellschaft“ Schuld an dieser Entwicklung hat?
Zu behaupten, dass die Gesellschaft verantwortlich für den Hype um die Musiksternchen zeichnet ist sicherlich zu ungenau und zu absolut formuliert. Vielmehr haben verschiedene Faktoren zum heutigen Wesen der Musikbranche geführt. Die Musik an sich hat sich über viele Hunderte Jahre aus den verschiedenen Stilen aus allen Teilen der Welt entwickelt. Doch mit der Zeit und der nun wachsenden Globalisierung vermischen sich die Stile immer mehr, inspirieren sich gegenseitig und bringen so neue Konzepte hervor. Musik ist nicht länger nur ein Medium der Unterhaltung, sondern auch eine Form des Ausdrucks für verschiedene gesellschaftliche Gruppierungen oder auch Modeerscheinungen. Dieser Aspekt führte (und führt) schließlich dazu, dass die Musikwelt heute so reich und vielfältig ist, dass man kaum nach einen Überblick über diesen Dschungel bekommt.

Aber die Fakten, dass Plattenfirmen und Produzenten profitgierig sind und die Vielfalt andererseits so enorm ist, führen dazu, dass es schwierig ist sich gehör zu verschaffen. Wenn man dann noch betrachtet, dass ca. 90% aller Musikproduktionen heute ein Flopp sind, wird einem endgültig klar, dass die Musikbranche ein hartes Geschäft ist.

Nachdem all das nun geklärt ist, steht jedoch noch immer die Frage im Raum, ob es heute noch gute Musiker gibt?
Die Antwort lautet eindeutig: JA, es gibt sie. Häufig sind sie zwar verborgen hinter bizarr wirkenden Masken und übertriebenen Bühnenshows, aber in manchen Momenten setzen auch sie sich einfach ans Klavier oder schnappen sich eine Gitarre und lassen die Musik auf ihre Zuhörer wirken.

Wenn ihr nur genau hinhört, dann entdeckt auch ihr, die verborgenen Talente der modernen Zeit!