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Das erste Praktikum – Aufregendes Abenteuer oder enttäuschende Pleite?

13 Jun

Heutzutage entscheiden sich mehr und mehr junge Studenten oder Berufseinsteiger für ein Praktikum. Auch Unternehmen legen zunehmend Wert auf erste praktische Erfahrungen, vor allem auch im Ausland.
Aber ganz gleich ob ihr euch für ein Praktikum im eigenen Land oder in einem anderen entscheidet, solltet ihr einige Aspekte bei der Auswahl und Vorbereitung beachten, damit das Praktikum zum Erfolg wird.

1. Bereitschaft – Was seid ihr bereit zu tun?
Bevor man sich den ganzen Aufwand mit der Organisation und Suche des Praktikums aufbürdet, sollte man sich im Klaren darüber sein, ob man auch wirklich bereit dafür ist. Eine richtige berufliche erste Erfahrung ist kaum mit all den theoretischen Lehrstoffen aus Universität, Schule oder Hochschule zu vergleichen. Ein Praktikum erfordert einerseits eine gute Vorbereitung, aber andererseits natürlich auch ein gewisses Maß an Disziplin und Reife. Allerdings braucht ihr auch keine Angst davor zu haben: Keiner erwartet in einem Praktikum von euch, dass ihr schon alles wisst und könnt!
Des Weiteren sollte man auch gut überlegen, was man sich von dem Praktikum verspricht: Inwiefern soll es euch weiterbringen, welche Aspekte/ Wünsche sollten auf jeden Fall erfüllt sein etc.
Wenn all ihr diese Dinge beachtet, werdet ihr sehen, dass euch alle weiteren Schritte viel leichter fallen werden!

2. Dauer – Wie lange soll das Praktikum dauern?
Ihr solltet vor eurem Praktikum genau schauen, wann ihr für euer Praktikum Zeit habt und wie lange es überhaupt dauern soll. Ihr könntet ein Semester eine Auszeit nehmen oder euch vielleicht auch in den Ferien etwas suchen. Ein Praktikum kann mal nur 2 Wochen dauern oder aber auch 10 Monate. Und auch hier zählt wieder: Wozu seid ihr bereit? Denn ein Praktikum ist nicht nur immer spannend oder Kaffeekochen. Denkt daran, dass ein Praktikum auch eine Herausforderung sein kann und Arbeit bedeutet. Wenn ihr das Praktikum also mal in den Ferien machen wollt, dann fallen natürlich die freie Zeit und die Erholung weg.

3. Ort – Wo möchtet ihr das Praktikum realisieren?
Viele junge Studenten denken heute über ein Auslandspraktikum nach. Aber hier ist Vorsicht geboten: Auch ein Nachbarland hat seine eigene Kultur, seine eigenen Sitten und Charaktere. Wenn ihr euch also für einen Auslandsaufenthalt entscheidet, solltet ihr wissen, dass dies nicht nur organisatorisch ein größerer Aufwand ist, sondern auch menschlich eine Herausforderung darstellt. Wenn ihr erst einmal im Heimatland bleibt solltet ihr aber auch gut überlegen, wie weit ihr von eurer Familie weg wollt. Unabhängigkeit und Freiheit sind zwar verlockende Worte, doch das Heimweh wird oft unterschätzt.
Neben der Entfernung spielt auch die Größe des Zielortes eine Rolle. Seid ihr eher ein Landei, liebt friedliche Stille oder seid ihr der Draufgängertyp? Denkt aber auch immer daran, was für mögliche Gefahren Großstädte mit sich bringen können. Betrachtet also nicht immer nur die fröhlichen und schönen Seiten des Lebens in einer Stadt, sondern denkt auch daran, dass ihr das tägliche Leben vor Ort meistern müsst.

4. Organisation – Um was müsst ihr euch im Vorfeld kümmern?
Hier gibt es natürlich einen Unterschied, ob ihr ins Ausland geht oder ihr im Heimatland bleibt. Als aller erstes braucht ihr eine Unterkunft. Da solltet ihr natürlich sofort auch gleich eine Verbindung zu euren finanziellen Mitteln herstellen. Den Größe und Lage der Wohnung, sowie Beschaffenheit (Mehrbettzimmer, WG, Einraumwohnung, Zweiraumwohnung, Studentenwohnheim, Unterbringung in einer Gastfamilie etc.) und eventuelle staatliche Unterstützung oder andere Vergünstigungen sollten in Betracht gezogen werden. Auch hier gilt wieder das Motto: Wozu seid ihr bereit? In einer WG kommt nicht jeder zurecht, auch Gastfamilien können sehr unterschiedlich sein. Aber auch Einzelwohnungen haben ihre Tücken: Selbst einkaufen und saubermachen aller Räume, sowie die eventuelle Einsamkeit sind nicht für jeden geeignet.
Und weil wir gerade dabei sind: Die Finanzierung. Ihr solltet gut überlegen wie ihr euer Praktikum finanziert. Wohnung und Transport kosten viel Geld. Hinzu kommt aber auch Nahrung und Strom, eventuell Wasser, Telefon, Internet und schließlich auch Kleidung und was ein junger Mensch noch so alles zum Leben benötigt. Bei eurer ganzen Planung solltet ihr vorher überlegen, wie viel Geld ihr zur Verfügung habt bzw. wie viel Geld ihr ungefähr braucht. Ihr solltet überlegen, ob ihr Geld bei eurer Arbeitsstelle erhaltet, von den Eltern was bekommt oder einen Anspruch auf staatliche Hilfe habt, wie Bafög oder Kindergeld. Auch gibt es verschiedene Stipendien, die Praktika, vor allem solche im Ausland, unterstützen.
Des Weiteren sollte man sich darum kümmern, wie die Transportmöglichkeiten vor Ort gestaltet sind. Wie weit ist die Arbeitsstelle weg; wie lange braucht man morgens; wie viel kostet der Spaß; lohnt es sich ein Auto anzuschaffen oder braucht man vielleicht sogar ein Auto, da die Infrastruktur relativ schlecht ausgeprägt ist.
Schließlich müsst ihr euch Gedanken über eure Versicherungen machen. Dazu gehört in aller erster Linie die Krankenversicherung, aber auch Unfall- oder Haftpflichtversicherung. Im europäischen Raum solltet ihr damit kaum ein Problem haben, aber in anderen Staaten, müsst ihr euch neu darum kümmern.
Außerdem können wir uns inzwischen frei in der EU bewegen. Für andere Nationen braucht ihr aber eventuell ein Visum.
Dies scheint jetzt alles sehr viel. Doch ihr seid nicht allein. Für die meisten Länder gibt es Organisationen für Jugendliche, die euch bei allem unterstützen. Zwar kosten diese zu Beginn recht viel Geld, aber diese Investition lohnt sich in den meisten Fällen. Gerade Wohnungssuche und der bürokratische Aufwand gestalten sich mit Hilfe der Organisationen wesentlich einfacher, da diese sich vor Ort besser auskennen.
Auch die meisten Universitäten und Hochschulen haben inzwischen ein Büro speziell den Praktika gewidmet. Dort könnt ihr auch viele hilfreiche Informationen erhalten.
Ebenfalls könntet ihr versuchen ehemalige Praktikanten zu kontaktieren, dass sie euch Tipps oder Unterstützung geben.

5. Auswahl – Was möchtet ihr machen und in welchem Bereich?
Natürlich stehen alle vorherigen Punkte mit der Auswahl des Praktikums im Zusammenhang. An dieser Stelle entscheidet sich nämlich wo, wann und wie lange ihr euer Praktikum machen werdet. Auch die Entlohnung wird an dieser Stelle festgelegt.
Aber das wichtigste ist: Das Praktikum muss Spaß machen. Ein Praktikum kann bei richtiger Vorbereitung nämlich zu einem großen Abenteuer werden und euch wertvolle Erfahrungen für eure berufliche Laufbahn bringen.
Heutzutage gibt es sehr viele Internetseiten, auf denen ihr nach dem passenden Praktikum suchen könnt. Aber auch Hochschulen und Universitäten verfügen über wertvolle Kontakte zu Unternehmen oder bieten direkt einige Praktika an. Auch ist es üblich, dass Praktikanten einen Bericht verfassen, in dem sie ihre Erfahrungen schildern. In diesen Berichten könnt ihr ruhig mal blättern, um dort entweder Kontakte zu finden oder Ratschläge für eure Suche oder das Praktikum an sich.
Ganz wichtig sind auch Kontakte in eurem näheren Umfeld. Vielleicht arbeitet ein Freund oder Bekannter in einem spannenden Unternehmen oder kennt jemanden, der euch eine Stelle anzubieten hat.
Bei eurer Suche solltet ihr aber auf einen professionellen Ton achten und euch bei der Erstellung des Lebenslaufs und des Bewerbungsschreiben helfen lassen. Häufig haben erfahrene Außenstehende hilfreiche Hinweise.
Zudem solltet ihr Bewerbungsgespräche vorher üben. Auch Bewerbungsgespräche, an denen ihr nicht 100% interessiert seid, können eine gute Übung sein.
ABER VORSICHT: Nehmt niemals an Praktikum an, von dem ihr nicht 100% überzeugt seid!

Überlegt euch alle Aspekte im Vorfeld also sehr gut. Dann steht dem ersten großen beruflichen Abenteuer nichts mehr im Wege! Und vor allem: Vergesst nicht, richtig Spaß zu haben!!! Wir wünschen euch viel Erfolg!

Paris – Stadt der Mode, der Liebe…und der teuren Preise

9 Apr

Nachdem wir es schon alle ahnten, ist es nun offiziell: Paris ist die teuerste Stadt der Welt und schafft es sogar noch teurer zu sein als beispielsweise die skandinavischen Hauptstädte oder auch Tokio.

Economist.com

Und da denken die Leute von Ämtern wie Erasmus und Bafäg doch tatsächlich, dass man mit 200 bzw 300 euro auskommt!? Das deckt hier noch nich mal die Miete. Natürlich schaffen es die armen Studenten trotzdem zu feiern und von Zeit zu Zeit shoppen zu gehen. Also es ist nicht unmöglich hier zu überleben! Aber lasst euch eines gesagt sein: Die weltbekannte Stadt der romantischen Träume hat auch ihre Kehrseite und bevor ihr hierher kommt, um zu studieren oder zu leben, überlegt euch gut, ob das auch euer Geldbeutel zulässt.