Klischees, Klischees…

30 Jan

Eines zunächst vorweg: Unsere Beobachtungen und Aussagen haben nicht den Anspruch, repräsentativ oder allgemein gültig zu sein.

Aber um was geht es eigentlich? Nach insgesamt je 3 Jahren Paris und Berlin ist es an der Zeit, ein paar Klischees zu prüfen. Hier unsere Erkenntnisse.

Die Deutschen…

  • Leben, um zu arbeiten: Keine Ahnung wie die anderen Nationen darauf kommen. Uns jedenfalls macht unsere Arbeit Spaß…na und?
  • Sind pünktlich und fleißig: Wir können da nur eins drauf sagen: Die Deutsche Bahn! (Vielleicht entsteht der Eindruck auch nur bei Franzosen, die ja immer streiken…)
  • Sind aufgabenorientiert (was nur ein Euphemismus ist für langweilige Spaßbremsen): Nochmal: Die Arbeit macht eben Spaß! Und die richtigen Worte lauten: Zielstrebig und konsequent.
  • Essen nur Würste, Klöße und trinken Bier: Definitiv: NEIN! Nach eingehenden Studien haben wir festgestellt: Die Deutschen essen auch Schnitzel und trinken Radler!
  • Tragen alle Knickerbocker: Wer ist eigentlich dieser „Knickerbocker“?
  • Sind sehr pflichtbewusst: An einer roten Ampel zu warten bis man schwarz wird, obwohl weit und breit kein anderes Lebewesen zu sehen ist, nennt man nicht pflichtbewusst, sondern vorsichtig.
  • Sind verklemmt und humorlos: Da haben wohl unsere internationalen Freunde noch nie etwas von FKK gehört, oder?
  • Fahren nur VW und lieben ihre Autos: VW steht für VolksWagen und wir SIND das Volk. Naja und das mit der Liebe…wir haben eben ein großes Herz :)

Die Franzosen…

  • Arbeiten, um zu leben: Was denn? Franzosen arbeiten auch mal zwischen Mittagspause, Kaffeepause und Streik?
  • Kommen immer zu spät: Das ist ganz klar Ansichtssache. Und außerdem: Besser spät als nie!
  • Genießen das Leben (was nur ein Euphemismus ist für faul): „Leben wie ein Gott in Frankreich“ – und sind wir mal ehrlich: wer würde nicht gerne einmal Gott spielen?
  • Essen nur Käse, Froschschenkel und trinken Wein: Eindeutig nicht wahr! Morgens gibt es Käse und Baguette, mittags gibt es Froschschenkel und Baguette und abends gibt es ein Gläschen Wein zum Baguette. Die Speisekarte ist also deutlich anspruchsvoller.
  • Sind sehr sinnlich und das Sexualleben steht im Mittelpunkt: Der Mensch hat nun einmal fünf Sinne. Da kann man ja gar nicht umhin, sinnlich zu sein, oder? Und Sex…warum spricht man da eigentlich nur von Franzosen?
  • Fahren nur Renault oder Peugeot und missbrauchen ihre Autos: Warum nicht den lokalen Markt stärken? Mit immer wieder neuen Produkten aus der Region, weil man sein eigenes Auto zu Schrott gefahren hat, kann man doch der Wirtschaft nur Gutes tun!
  • Können kein Englisch: Die Franzosen können Französisch und das ist nunmal einfach die schönste Sprache der Welt! Wozu braucht man denn dann bitte noch Englisch?
  • Streiken nur: Nein, nein. Ganz falsch. Franzosen streiken nur montags von 11h-16h, dienstags von 8h30-16h30h, mittwochs von 8h-14h, donnerstags von 11h-17h und freitags von 10h30-18h30.

Wie ihr seht: Klischees bleiben immer Klischees. Letztendlich muss man sich immer sein eigenes Bild machen!

Und der Ball rollt wieder

24 Jan

Nach einer ca. 4-wöchigen Pause ist es endlich soweit: Die deutsche Fußball Bundesliga startet in die 2. Runde. Zeit also für einen kurzen Rückblick und eine kleine Prognose.

Nach der ersten Hälfte der Saison steht der Triple-Sieger der letzten Saison, Bayern München, wieder an der Spitze der Tabelle. Wenig überraschend, finden wir, nachdem der süddeutsche Verein alle Top-Spieler zusammen gekauft hat. Eine kleine Überraschung hingegen war Bayer Leverkusen, die trotz einiger Niederlagen in letzter Zeit, eine insgesamt starke Leistung bis Ende des Jahres präsentierten. Größter positiver Aufreger der ersten Hälfte ist allerdings die Mannschaft aus der Hauptstadt. Nachdem Hertha 2012 nach einem peinlichen Relegationsspiel abgestiegen war, wechselte die Mannschaft den Trainer. Jos Luhukay verschaffte den Berlinern zunächst den Aufstieg im letzten Jahr und führte nun Ramos, Ronny und Co. erfolgreich in den vorderen Teil der Tabelle .

Aber wo Gewinner, da auch Verlierer. Im Gegensatz zu den Berliner Mitaufsteigern kann sich Braunschweig bisher kaum in der 1. Bundesliga behaupten. Auch die völlig chaotisch anmutende Mannschaft aus Bremen konnte in der ersten Hälfte der Saison wenig überzeugen, auch wenn der Tabellenplatz erstmal nicht so schlecht erscheint. Zu den großen Verlierern gehörten bis Dezember 2014 aber vor allem auch die Dortmunder, die nach dem Abgang von Götze und den Gesprächen um Lewandowski schwer wieder zu erkennen waren. Natürlich rangieren sie in der deutschen Liga noch unter den besten, aber das Spiel ist nicht mehr, was es letzte Saison noch war.

Was ist also in der zweiten Hälfte zu erwarten? Was die Führung in der Bundesliga angeht, wird sich in unseren Augen kaum noch was tun. Spannender sieht es da schon bezüglich der Qualifikation für die Champions League aus. Kann Bayer Leverkusen seine Position verteidigen und nach der Winterpause wieder voll durchstarten oder werden Wolfsburg oder Schalke nochmal verstärkt angreifen? Auch bei der Qualifikation für die Europa League wird es spannend. Schafft Hertha nun auch noch diesen Sprung? Oder gewinnt ein anderer das Rennen?

Wir jedenfalls freuen uns auf ein schönes Auftaktspiel mit den Mannschaften aus Gladbach und Bayern.

Es schneit!

21 Jan

Ja, ja…da hatten wir nun inzwischen den Winter abgeschrieben, nachdem Weihnachten nicht so weiß war, wie viele sich das wünschen und einige hatten sich bereits sogar auf den Frühling eingestellt. Und schon macht uns Väterchen Frost einen Strich durch die Rechnung!

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Seit heute Morgen heißt es in Berlin wieder Schneeflöckchen, weiß Röckchen, du sorgst für Chaos überall. Denn obwohl man meinen müsste, dass – da ja jedes Jahr der Winter irgendwann kommt – ein gewisser Lerneffekt inzwischen verankert sein müsste, ist man vielerorts überrumpelt. Da heißt es mehr Zeit einplanen und wachsam sein. Denn bereits gestern gab es bei dem Eisregen zahlreiche Stürze und Verletzungen. Ganz zu schweigen von Verstopfungen auf den Straßen und den Wartezeiten an Bahnhöfen und Flughäfen.

Doch wir haben dieses Jahr beschlossen das ganze gelassen zu nehmen und uns stattdessen an der weißen Pracht zu erfreuen. Denn (um ein Zitat aus Harry Potter einfach mal abzuwandeln): Für den gut vorbereiteten Geist ist der Winter nur das nächste große Abenteuer! Wir raten: Zieht euch warm an, plant mehr Zeit ein, wenn ihr unterwegs seid, nehmt euch was zum Lesen mit für die Wartezeiten und esst genügend Vitamine!

Herzstoß

3 Nov

Nebel und Dauerregen – das beschreibt nicht nur die allgemeine Wetterlage des Schauplatzes, sondern auch die allgemeine Gemütsverfassung der Protagonistin des Romans Herzstoß von Joy Fielding.

Marcy Taggert ist eine liebende Mutter zweier Kinder. Dabei gibt es nur ein Problem: Ihre Tochter ist vor zwei Jahren verschwunden und Marcy glaubt nicht, dass diese bei den von der Polizei beschriebenen Umständen gestorben ist. Auf einer Reise nach Irland sieht sie plötzlich ihre Tochter und eine nervenaufreibende Suche nach ihr beginnt.

Ein Roman mit vielen Stärken aber auch Schwächen. Während der Leser stetig gefesselt durch die sich zuspitzende Handlung geführt wird, wird andererseits die Spannung zunehmend durch fortwährende Flashbacks unterbrochen. Zudem begeistert der Roman zwar durch authentische Schauplätze, nicht zu ausschweifende Beschreibungen der Umgebung und eine originelle Handlungsidee, der dramatische Höhepunkt, sowie die scheinbare Wendung sind dabei aber zu vorhersehbar.

Insgesamt ist das Buch einfach und gut lesbar, recht spannend, der erfahrene Krimileser wird allerdings nicht auf seine Kosten kommen und kein überraschendes Ende erleben.

Unsere Gesamtwertung: 3/5 Punkte

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Frühe Erinnerung

18 Okt

Nebel liegt über der Stadt, als ob er wüsste,
Dass ich sie wieder gesehen habe,
Dass ich wieder das gleiche gefühlt habe.

Oder ist es vielmehr wie eine Erinnerung
An die allmählich verblassenden Gefühle?
Eine Erinnerung, die wie die kalte Luft durch meinen Körper strömt.

Wieder diese Zweifel und die Ohnmacht,
die meine Gedanken lähmen.
Und wieder diese Bilder, die ich nicht vergessen kann.

Wie eine Wunde, die selbst die Zeit nicht heilt.

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So kommt Ihr gesund durch den Herbst

13 Okt

Wie viele von euch sicher schon bemerkt haben: Es ist wieder Herbst! Wer das Pech hat, in Berlin und Umgebung zu wohnen, der musste sogar schon den dicken Mantel aus dem Schrank holen. Wer allerdings das Glück hat, in Paris und Umgebung zu sein, dem wird aufgefallen sein, dass auch der Herbst wunderbare Seiten hat. Doch egal wo ihr gerade seid (mal vorausgesetzt es ist in Mittel- und Nordeuropa), das Herbstwetter wird inzwischen Einzug gehalten haben und der erste Schnupfen kündigt sich bei dem Einen oder Anderen an.

Damit euch das nicht passiert, hier ein paar kleine Erinnerungen, wie man gesund durch den Herbst kommt:

1. Kleidung

Jaja…wie haben Erzieher und Mutti früher schon immer gesagt: Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung. Und auch wenn es uns und euch inzwischen zum Halse raus hängt, können wir dem nur zustimmen. Aber das heißt ja nicht automatisch, dass man das lange Feinripp-Unterhemd anziehen muss. Es gibt durchaus hübsche Unterwäsche, kuschelige Pullis und modische wetterfeste Schuhe. Man muss nur die Augen offen halten. Und eines darf man natürlich auch nicht vergessen: Wenn es draußen gießt wie aus Eimern, dann achtet bestimmt keiner darauf, ob eure Schuhe zum Mantel oder zur Mütze passen.

2. Bewegung an frischer Luft

Ja und vom Thema richtige Kleidung kommen wir gleich dazu, dass man ab und zu doch raus gehen sollte. Wer sich viel an frischer Luft bewegt, stärkt das Immunsystem. Nebenbei ist Bewegung immer eine gute Idee gerade nach einem Eintopf mit Einlage oder einem deftigen Steak vom Schlachter. Zudem sollte man jeden Sonnenstrahl nutzen. Das macht gute Laune und gibt wieder frische Energie für anstehende Vorhaben.

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3. Viel Obst und Gemüse

Gesunde Ernährung ist nun nicht die Idee des Jahres – richtig. Aber eine Erinnerung, dass Sachen, wie Obst und Gemüse gerade bei wechselhaftem Wetter regelmäßig gegessen werden sollten, ist sicherlich auch nicht verkehrt. Man hört immer wieder, dass gerade Vitamin C das Immunsystem stärkt. Viele denken dann häufig zuerst an Zitrone, Orange, Ananas oder eine Grapefruit. Allerdings gibt es auch viel Gemüse, dass wertvolle Vitamine enthält und vor allem auch das allseits begehrte Vitamin C: z.B. Paprika, Spinat oder Brokkoli. Auch eine handvoll Petersilie kann euren Vitamin C – Haushalt kräftig unterstützen.

4. Gute Laune

Das Beste kommt natürlich zum Schluss. Ganz wichtig ist auch, an dunklen Tagen nicht den Mut und die gute Laune zu verlieren. Glaubt uns, wenn wir euch sagen, dass Leben fällt mit einem Lächeln auf den Lippen deutlich leichter und man fühlt sich auch besser. Woran das liegt? Nun ja, beim Lachen und Lächeln werden verschiedene Hormone ausgeschüttet, die für Wohlbefinden und Zufriedenheit sorgen, wie Oxytocin, Serotonin oder auch Dopamin. Zumal diese Stimmungsaufheller nicht nur euch selbst  eine Freude machen können, sondern auch den Mitmenschen um euch herum! Und wie heißt es doch so schön? Jeden Tag eine gute Tat!

Wir hoffen, wir konnten euch ein paar Ideen näher bringen oder ins Gedächtnis rufen. Damit kann der Herbst nun richtig beginnen!

 

Die Schönheit Aller

6 Okt

Diese Woche haben wir etwas überwältigendes gesehen und vor allem gehört, dass wir jetzt gerne mit euch teilen möchten. Oft wird über die Gefahren und die negativen Folgen des Internets und neuer Technologien diskutiert. Häufig kommt man dabei ins Zweifeln an der Menschheit und den guten und schönen Dingen im Leben.

Ganz anders das folgende Video. Es zeigt, wie viel Menschen gemeinsam erreichen können, wie viel Potenzial jeder einzelne hat und welch unglaubliche Schönheit entstehen kann, wenn man nur genau hinhört.

Lasst euch begeistern von einem phantastischen Projekt initiiert von Eric Whitacre und realisiert von so vielen tollen Menschen.

Und hier das komplette Ergebnis dieses erstaunlichen Projekts:

Stadt der 1001 Eindrücke

21 Sep

Wir kenne sie alle: Die Stadt der 1001 Eindrücke!

Ihr wisst nicht, wovon wir sprechen? Dann werden wir euch kurz davon erzählen.

Man erwacht. Ein Motorrad rast so schnell durch die enge Straße, dass der Motor wie ein Knall durch die Luft hallt. Sofort spürt man die kühle Luft, die durch das offene Fenster weht und trotz des brutalen Kontrasts zu der wärmenden Decke, wie ein frischer Weckruf an der Nase kitzelt. Man steht auf und das langsame Erwachen des Körpers zieht sich durch den Morgen. Vor der Haustür steigt einem sofort der Geruch von Asphalt und Abgasen in die Nase, doch als man am Markt vorbeikommt mischen sich Fisch, Käse und Früchte darunter. Der Tag erstrahlt allmählich am Himmel. Schüler, Arbeiter, Kinder, Mütter, Bäcker, Handwerker, Blumenhändler passiert man. Und da der wunderbare Duft von frischen Croissants und das Niederkämpfen des starken Verlangens etwas von den Köstlichkeiten aus dem Schaufenster zu kaufen. Eine Frau, die so fasziniert von einem Vorbeifahrenden ist, dass sie beinahe in jemanden reinläuft. Ein Mann, der so ernst schaut, dass man den Eindruck bekommt, dass er gar nicht weiß, wie man lacht. Und dann der Abstieg in die U-Bahn und dieser Geruch. Dieser unverwechselbare Geruch der U-Bahn, den man manchmal auch wahrnimmt, wenn man über einen Lüftungsschacht geht. Und in der Ecke am Gleis jeden Tag das gleiche Bettlerpärchen, dass ein Schild mit der Aufschrift “Ich habe Hunger” hochhält. Ein Frau, die ein bisschen anders aussieht, als die anderen hier. Sie hat einen Koffer. Wo mag sie wohl herkommen? Ein Blick auf die Uhr. Man beschleunigt und erreicht die Bahn pünktlich. Eine Schweißperle läuft langsam den Rücken hinunter, während man sich all diese Leute anschaut, die alle furchtbar beschäftigt scheinen: Ein Buch, eine Zeitung, die eigenen Fingernägel, und ca. 1000 Handys und Smartphones. Doch da Augen, die zurückstarren. Sollte man lieber wieder wegschauen? Der Ausstieg. Klack, klack, klack…so eilig kann es niemand haben, dass er/sie an einem vorbei hetzt, anrempelt und sich nicht entschuldigt. Oder doch? Eine Frau spricht einen an. Man bleibt stehen. Vielleicht kann man ihr helfen? Doch nur wieder eine Bettlerin. Würde man ihr wirklich helfen, wenn man ihr ein bisschen Geld gibt? Man geht weiter und schon ist Zeit für die Vorlesung. Anregende Gespräche, neue Inhalte. So viel, was es zu sagen gibt und so viel, was man noch nicht weiß. Dann der Rückweg. Der Herbst steht an, denn viele Blätter liegen schon auf der Straße. Es ist Mittagszeit. Viele kleine Bistros sind voll mit Menschen, die diskutieren und Lachen. Ein Kellner läuft mit konzentriertem Gesicht hektisch durch die Tische. Jeder hat ein anderes, tolles Angebot. Kann man an einer belebten Straße wirklich sein Mittagessen genießen. Wieder Vorlesung. Ein Tag kann lang sein. Die Augen werden müde. Feierabend. Der Magen knurrt schon und das Bett scheint laut zu rufen. Doch der Heimweg lenkt ab. Ein Mann sitzt in der Bahn und kaut auf einer trockenen Scheibe Brot. Ein Mädchen ist so unheimlich wichtig, dass sie ihren Blick nicht von dem Smartphone heben kann und verpasst beinahe ihren Ausstieg. Zwei Männer steigen ein und unterhalten sich in Gebärdensprache. Kann es manchmal ein Segen sein, den Lärm der Stadt nicht zu hören? Nach der Bahnfahrt der Weg nach Hause. Die Nacht hat sich über die Stadt gelegt. Sie riecht nun ganz anders als noch am Morgen. Die Blätter haben ihre Farben verloren. Doch viele Dinge fangen an zu leuchten. Die Tür zum Supermarkt, der Schriftzug am Restaurant, der Blinker am Auto. Zu Hause ist ein Abendessen in Gesellschaft ein gelungener Abschluss des Tages. Das Bett noch weicher als am Morgen. Was man wohl heute träumt, um das alles zu verarbeiten? Wieder ein kühler Luftzug. Wieder das knallen eines Motorrads in der Straße. Und kurz bevor das Bewusstsein in die Traumwelt entschwebt, fragt man sich, ob es wohl der selbe Fahrer war.

Jeden Tag steigen tausende Menschen in die U-Bahn, fahren mit Autos durch Straßen, überqueren eine Ampel. Jeden Tag sitzen Menschen auf einer Bank, stehen am Rand und warten an einem Treffpunkt. Du bist einer von ihnen. Also sieh genau hin und genieße, dass du all das wahrnehmen kannst.

An manchen Tagen…

9 Sep

…wäre man lieber im Bett geblieben.

Es ist fast ein Morgen wie jeder andere: Der Wecker klingelt und ein bisschen quälend öffnete ich die Augen. Draußen vor dem Fenster ist auch keine Sonne zu sehen und eine kühle Brise weht durch das Fenster. Hmmm….eigentlich wollte ich ja laufen gehen, aber ich bin so müde und das Bett ist so kuschelig und draußen scheint es nicht so angenehm temperiert zu sein…

Doch ich raffe mich auf. Nun hatte ich den Wecker schonmal früher gestellt und war wach. Dann kann ich mich auch anziehen und losgehen. Außerdem muss man auch an nicht so schönen Tagen in der Lage sein, sich zum Aufstehen zu motivieren, sonst wird das mit dem Training nie was. Also wühle ich mich aus den Kissen, zieh mir Trainingssachen an und schnappe mein Handy für die passende musikalische Begleitung unterwegs.

Kaum aus der Haustür raus, stelle ich fest, dass ich die Hülle meines Handys vergessen habe. Nagut, denke ich, was soll schon groß passieren, ich laufe ja nur und halte das Handys dabei fest in der Hand. Ich laufe also los. Nach den ersten 50 Meter stelle ich weiter fest: Nanu, einer meiner Kopfhörer funktioniert nicht. Na toll, dann eben nicht in Stereo.

Nach ca. 500 Metern geht dann mein Schuh auf. Ich muss dazu sagen: Ich habe spezielle Sportschuhe, die bisher noch nie(!) aufgegangen sind. Also kurzer Stop und Schuhe binden. Nach ca. 2,5km geht mein Schuh wieder auf. Nun denke ich: Das kanns doch einfach nicht sein. Wieder stoppe ich und binde meinen Schuh. Diesmal mit Doppelknoten.

Ich laufe konzentriert weiter. Nach weiteren 200 Metern verheddere ich mich plötzlich mit den Füßen in irgendetwas, komme ins Straucheln und falle der Länge nach hin. Unnötig zu erwähnen, dass meine Handy ja ohne Schutz war. Zum Glück hatte ich Jahre lang Volleyball gespielt und konnte so den Sturz noch abmildern. Aber natürlich ist der Lauf nicht ganz ohne Schrammen zu beenden und auch die Dusche danach ist von einer brennenden Wunde am Arm geprägt.

Und als ich da so stehe und das warme Wasser auf meinen Kopf rieselte, denke ich mir nur so: An manchen Tagen ist es eben doch besser morgens im Bett zu bleiben.

Warum es sich nicht lohnt, nach einer Bahn zu rennen

14 Jun

Wer kennt das nicht? Der Wecker klingelt, man ignoriert ihn, wacht eine halbe Stunde später auf und ist schockiert, wie spät es schon ist. Hektisch werden Sachen gepackt, die Zahnbürste fliegt einmal durch den Mund und los geht’s.
Und wie oft man es sich auch vornimmt: Man rennt immer nach einer Bahn oder einem Bus.


Diese und ähnliche Situationen passieren tagtäglich. Wie oft gehen wir zur Bahn und sehen wie Menschen an uns vorbei sausen, um noch den Zug zu erwischen. Und wie oft sitzen wir in Berlin in einer Bahn, hören wie das Abfahrtssignal ertönt und kurz darauf jemand zwischen den sich automatisch schließenden Türen zerquetscht wird.

Wir haben alles schon gesehen: Runterfallende Handys gehen kaputt, Hemden bleiben irgendwo hängen und werden zerfetzt, jemand fällt hin und tut sich möderisch weh, man verliert einen Schuh am Steig und sitzt in der losfahrenden Bahn.

Und ganz ehrlich: Muss das sein?


Natürlich nicht! Wir haben ein eigenes Experiment gemacht: “Die entspannte Woche”. Und nun das UNGLAUBLICHE Ergebnis: Wir waren NIE zu spät.

Aber dahinter steckt keine Magie und positive Effekte gab es auch noch zu vermerken:
- eine gute Planung hilft
- in der Ruhe liegt die Kraft
- mit einem zügigen Schritt schafft man die Bahn häufig auch noch und in allen anderen Fällen hätte man sie auch mit Rennen nicht bekommen
- die nächste Bahn kommt bestimmt
- innere Entspannung hilft deutlich die anderen kleinen Ärgernisse auszuhalten (Anrempeln, Auf-den-Fuß-Getrete, eklige Dinge in Ecken)
- natürlich verringert man nebenbei auch Kreislauf- oder Herzschwierigkeiten
- und nun der Clou: Man kommt immer an!!

Unser Fazit also für euch: Nach einer Bahn rennen lohnt sich nicht!