Archive | Mai, 2014

ILA 2014

26 Mai

Die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung, besser bekannt als ILA 2014, fand gestern ihr beeindruckendes Ende mit einem großartigen Luftshowfinale.

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Seit dem 20. Mai zeigten über 1200 Aussteller aus über 40 Ländern ihr Können und stellten ihre Produkte vor. Während die ersten Tage der internationalen Messe nur für Fachbesucher zugänglich sind, öffnete die Ausstellung seit Freitag, dem 23. Mai, auch wieder dem breiten Publikum ihre Tore. Hier hatten die Besucher neben interessanten Produkten und Firmen auch die Möglichkeit, einen Blick in spannende Forschungsprojekte zu werfen.

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Das große Highlight waren für die Öffentlichkeit aber auch dieses Jahr wieder die vielseitigen Flugshows. Unter einer strahlenden Maisonne zeigten Frankreich, Schweiz und Co. ihre Flugkünste und das nicht nur in modernen Kampfjets, sondern auch in historischen Trainingsflugzeugen. Die Bandbreite der technischen Möglichkeiten und die beeindruckenden Fortschritte der Technik hatten dabei Groß und Klein ganz in ihren Bann gezogen.

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Für uns hat sich der Ausflug auf jeden Fall gelohnt, auch wenn unser Interesse ehrlicherweise nicht auf den technischen Details lag. Zwar muss man zugeben, dass die ILA mit 22€ Eintritt (Normalpreis) kein günstiges Erlebnis ist. Allerdings bietet sie wirklich viel zum Staunen und Luft- und Raumfahrtbegeisterte kommen hier auf ihre Kosten. Wir freuen uns jedenfalls jetzt schon auf die ILA 2016 natürlich wieder in Berlin.

 

Seelenangst

13 Mai

“Er wird dich töten.
Deinen Leib.
Und deine Seele.
Denn sein Motiv geht über den Tod hinaus.”

- So der vielversprechende Einband auf der Rückseite. “Vox-Top-Thriller” verkündet ein zusätzlicher Aufkleber auf der Vorderseite. Das 2013 erschienene Buch von Veit Etzold scheint ein spannender Thriller mit nervenaufreibender Kriminalgeschichte zu sein, die in psychologische Tiefen geht.

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Doch leider verfehlt das Versprechen des Einbandes die Leserealität deutlich.

Das hat uns gut gefallen
Das Buch lebt vor allem durch seine Authentizität und die hohe Qualität der recherchierten Informationen. Die Handlung beginnt in Berlin mit einem durchaus brutalen und außergewöhnlichen Mord. Der Autor fängt mehrere Handlungsstränge an, die zunächst zusammenhanglos und teilweise unverständlich erscheinen, sich im Verlauf aber zu einem komplexen Puzzle zusammensetzen und sich logisch ergänzen. Dabei hat uns vor allem die Liebe zum Detail und die Realitätsnähe gefallen, da wir selbst Berlin recht gut kennen. Aber auch andere vielseitige Fakten werden wahrheitsgetreu in die Geschichte eingeflochten und machen die Handlung damit sehr glaubhaft.

Das hat uns nicht so gut gefallen
Zwar sind verschiedene Handlungsstränge sehr gut für die Spannung, allerdings gestaltet der Autor diese vor allem am Anfang des Buches zu kleinteilig. Ein Handlungsstrang von 1-2 Seiten lohnt beinahe der Mühe nicht und führt mehr zu Verwirrung als zum Spannungsaufbau. Und auch wenn die Motivation des Mörders ausgefallen ist, so konzentriert sich die Gesamtthematik des Buches zu stark auf Christentum und Exorzismus. Für Krimiliebhaber und Psychothriller-Freunde dürfte die Spannung bei der Klärung der Mordfälle im Buch zu kurz kommen. Die eher dürftige Kriminalgeschichte und Spannungskurve versucht der Autor mit zwei besonders brutalen Morden zu kompensieren.

Insgesamt denken wir: Gut recherchiert und authentisch, aber nicht spannend und die Erwartungen nach dem Lesen des Titels und Einbandes wurden nicht erfüllt.

Unsere Punkte: 2/5