Archive | September, 2011

Taube in Gefahr

28 Sep

Unsere Begegnung der Woche ist dieses Mal animalischer Natur.

Der Morgen hatte gut begonnen: Mit einer Banane und einem Stück Schokolade zum Frühstück, sowie ein paar leckeren Frühlingsrollen im Gepäck, hatte ich mich wie jeden Arbeitstag um 8.45h auf den Weg gemacht. Als ich an meinem Arbeitsplatz ankam, war das Büro noch dunkel, da ich ein wenig früher eintraf als sonst.

Plötzlich hörte ich ein merkwürdiges Geräusch. Ihr könnt euch vorstellen, was für einen Schreck ich bekommen habe. Ich sah mich vorsichtig um. Nach wenigen Sekunde hörte ich das Geräusch wieder und dieses Mal konnte ich es orten. Und ich werdet nich glauben, was ich da entdeckte: Ein armes kleines Täubchen war gefangen zwischen dem Geländer vor unseren Fenstern und der Fensterscheibe selbst. Die Arme musste wohl irgendwie darein gestürzt sein, denn es war offensichtlich, dass sie nicht wieder heraus fliegen konnte.

Als ich mich ihr näherte, schlug sie aufgeregt mit den Flügeln und versuchte verzweifelt zu entkommen. Aber der Spalt war zu eng, als dass sie auch nur die geringste Chance gehabt hätte. Natürlich denken sich vielleicht einige: So eine dreckige Taube aus Paris…ist doch egal! Aber ihr hättet bei diesen runden, angsterfüllten Knopfaugen auch Mitleid bekommen.

Also habe ich versucht ihr zu Helfen. Aber das war dann doch nicht so leicht: Sie rannte immer davon, schlug wild mit den Flügeln und versuchte nach mir mit dem Schnabel zu hacken. Nachdem wir beide eine Weile gekämpft hatten, beschloss ich, sie erst einmal in Ruhe zu lassen. Vielleicht konnte ich ihr Vertrauen durch meine Unschuldsmine und Geduld gewinnen. Doch mir war klar, dass die arme Hunger haben musste. Also wollte ich es später probieren.

Ich saß eine Weile an meiner Arbeit. Nach und nach kamen auch meine Kolleginen und betrachteten den armen, kleinen Vogel. Doch es gibt ja bekanntlich etwas tierliebere Menschen und etwas weniger tierliebe Menschen. Ich hatte die zweitere Sorte in meinem Büro. Sie begrüßte die Taube mit einem: “Wenn’s wenigstens ein niedlicher Vogel wäre…aber eine Taube…das ist echt eklig!” und als sie schließlich dann noch sagte “Am besten wir lassen sie dort einfach sitzen. Dann wird sie irgendwann sterben und kann da verrotten!” von sich gab, wusste ich, dass ich handeln musste. Unmöglich konnte ich das arme Tier sich selbst oder dieser Schreckschraube überlassen.

Ich fasste mir also ein Herz und ging hinüber. Wie schon bei meinen ersten Befreiungsversuchen fing das Täubchen an, wild mit den Flügeln zu schlagen und wegzurennen. Ich packte einmal zu. Sie entkam. Ich packte noch einmal zu und dann hatte ich sie. Ich nahm sie und schleuderte sie in die Luft!

Vielleicht mögt ihr mich für verrückt halten, aber sie hat gespürt, dass ich ihr nichts böses wollte. Sie hatte nicht mehr nach mir gehackt. Und auch ihr Flügalschlag hatte etwas von einem lauten und glücklichen Lachen und grosser Erleichterung.

Tja, es ist eben so: Nur fliegen ist schöner!

Der kleine Prinz – Große Live-Show in Paris La Défense

27 Sep

Am Samstag, den 24. September war es soweit: Nach langer Werbung auf Plakaten und in Zeitungen, fand endlich das große Spektakel am Grande Arche de la Défense in Paris statt.

Das Buch von Antoine de Saint-Exupéry „Der kleine Prinz“ wurde im Rahmen einer großen Live-Show gratis auf dem Vorplatz vom Grande Arche in La Défense neu interpretiert.

Dabei wurden Auszüge aus dem Buch vorgelesen und mit riesigen Videoprojektionen untermauert. Zwischen den einzelnen Textstellen begeisterten die Veranstalter die Zuschauer mit tollen Feuerwerken, Lasershows und bunten Flammenspielen. Untermalt wurden diese Unterbrechungen von klassischer Musik, die stets passend zu der jeweiligen Textstelle ausgewählt war.

Alles in allem eine sehr eigenwillige Interpretation, die aber Klein und Groß eine ganze Stunde lang begeisterte und faszinierte.

 

 

 

 

 

Le Petit Prince – Grand spectacle à la Défense

Samedi, le 24 septembre, le grand spectacle dont on a vu passé les grands affiches dans la métro et les annonces dans les journaux a enfin eu lieu devant la Grande Arche de la Défense à Paris.

Dans le cadre d’un grand show, le livre d’Antoine de Saint-Exupéry à été gratuitement présenté d’une toute nouvelle manière au Parvis de la Défense.

 

Lors de ce spectacle, des extraits ont été récités et étayés avec des vidéoprojections immenses. Entre les extraits, les organisateurs ont passionné le public avec des feux artificiels, des animations de laser et des jeux des flammes colorées. Ces présentations étaient musicalement accompagnés des œuvres classiques toujours appropriées à la situation précédente.

 

Dans l’ensemble, il s’agissait d’une interprétation originelle, mais qui a passionné et fasciné autant les petits que les grands spectateurs.

Am Ende war die Tat

23 Sep

 

Schnell lernt der Findling das purpurne

Gesetz der Straße.

Anarchie ist die Peitsche

In der Hand des Soldaten,

Wo die Gewehre

Alles in Asche verwandeln.

 

Es steht von Anfang fest: Der 12-jährige Joel Campbell wird zum Mörder.

Während die Einen einen Jungen aus schlechtem Umfeld und mit Immagrationshintergrund sehen, dessen Zukunft und Leben eh keinen Pfifferling wert sind, wissen die Anderen zumindest ein wenig um die schweren Bürden, die er trägt und erahnen wage die Last auf seinen Schultern.

Die Geschichte eines Jugendlichen, der vom Schicksal nicht begünstigt wird und in seinen jungen Jahren und mit seiner Unschuld und Unwissenheit an die falschen Leute gerät. Aber auch die Geschichte von seinen Geschwistern und seiner Tante, die alle versuchen das richtige zu tun und ihr Leben zu meistern, dass ihnen die ein oder anderen Stolpersteine in den Weg legt.

Elizabeth George schafft es in ihrem 670 Seiten starkem Buch, den Leser in einer Welt zu fesseln, die ihm wahrscheinlich bisher fern war. Und doch wird man derart integriert und in den Bann der Geschichte gezogen, dass man das Buch gar nicht mehr zur Seite legen möchte.

Mit immer wieder kleinen Hoffnungsschimmern und dem ständigen hin und her der Achterbahn des Lebens, hat die Autorin es geschafft, eine ganze gesellschaft psychologisch zu durchdringen, zu analysieren und damit auch in gewisser Weise zu kritisieren.

 

“Am Ende war die Tat” überzeugt vor allem mit unbeschönigter Realitätsnähe existierender Schauplätze und immer wieder überraschend Wendungen.

Unsere Wertung: 4/5 Punkten

QR-Code?? Was ist das?

6 Sep

Man trifft sie immer häufiger an, egal ob auf Werbeplakaten, Getränkeflaschen oder in Zeitungen. Doch viele wissen eigentlich gar nichts damit anzufangen. Worum handelt es sich also bei diesem ominösen QR-Code?

Daher erst mal ganz allgemein. Die Abkürzung QR steht für Quick Response und ist ein eingetragener Markenbegriff der japanischen Firma Denso Wave, welche diesen zweidimensionalen Strichcode 1994 entwickelte. Der QR-Code wird durch eine quadratische Matrix aus schwarz weißen Punkten dargestellt. Dabei liegen die kodierten Daten in binärer Form vor. An drei von vier Ecken des Codes sind Markierungen in Form von kleinen Quadraten vorhanden, welche der Orientierung beim Einlesen der Daten dienen. Des Weiteren sind die Daten des Strichcodes durch einen fehlerkorrigierenden Code geschützt, sodass selbst bis zu 30 % zerstörte QR-Codes noch gelesen werden können. Noch ganz interessant zu wissen ist, dass diese Codes zuerst von Toyota eingesetzt wurden, um Bauteile zu kennzeichnen.

Das erst einmal zum theoretischen Teil. Doch wie kann man selbst diese Codes in den Werbungen einlesen und was bringt das überhaupt?

Zunächst benötigt man ein Smartphone mit Kamera und die passende „App“. Diese sind für fast alle Smartphones zu haben und dementsprechend schnell heruntergeladen. Einmal gestartet richtet man die Kamera auf den Code, sodass dieser eingescannt werden kann. Dies dauert nur einen kurzen Augenblick. In den aller meisten Fällen steckt hinter diesem Strichcode nun eine Internetadresse und ihr werdet gefragt, ob diese mit dem integrierten Browser eures Smartphones geöffnet werden soll.

Zusammengefasst heißt das also, dass hinter den meisten QR-Codes, die man in Anzeigen findet, Links zu Webseiten stecken, um so weitere Informationen liefern zu können.

Falls nun euer Interesse geweckt worden ist, habt ihr mit folgendem Code die Möglichkeit eure neu heruntergeladene QR-Code „App“ zu testen. (Ein Link auf http://www. bloggisten.de)

 

qrcode

 

Oder ihr erstellt euch selber einen Code mit Hilfe dieser Webseite: http://goqr.me/

 

Quellen:

http://qrcode.wilkohartz.de/

http://de.wikipedia.org/wiki/QR-Code